Kapelle St. Wolfgang in Jettkofen
Wann die erste Kapelle in Jettkofen errichte wurde, wissen wir nicht. Wie Wangen, Laubbbach und Kalkreute gehörte Jettkofen seit dem 13. Jahrhundert als kirchliche Filial zur Pfarrei Ostrach. 1568 hören wir, dass Salem dem Georg Fischer ein Soldhaus „hinter der Kapell" verliehen hat, so dass zu dieser Zeit die Kapelle schon gestanden hat.
Ein großes Ereignis war es für die Jettkofener, als 1579, der Weihbischof von Konstanz, Balthasar, kam und die Kapelle neu zu Ehren „Unserer Lieben Frau", des „Heiligen Wolfgang" und der „Heiligen Katharina" wohl nach einem größeren Um- oder Neubau neu weihte. 1678 nennt eine Urkunde kurz nach dem 30jährigen Krieg die Kapelle als baufällig und es scheint, dass sie 1690 wieder hergestellt gewesen ist.
In einer historischen Karte von Jettkofen aus dem Jahre 1690 fällt besonders der übergroße Turm des Kirchleins auf. Oberhalb der Turmuhr ist eine Art überdachte Plattform zu erkennen. Es ist anzunehmen, dass es sich hier nicht um die künstlerische Freiheit des damaligen Malers handelte, die Kapelle so darzustellen, sondern dass der Turm in unruhigen, kriegerischen Zeiten zu einem Wachturm ausgebaut war.
Der Um- oder Neubau der heutigen Kapelle erfolgte dann in der Zeit des mächtigen Abtes Anselm II. von Salem anno 1748.
Ein weiteres Ereignis bewegte die Jettkofer im Jahre 1775. Ihre Glocke war zersprungen. Sie brachten sie nach Salem. Dort wurde sie umgegossen. Ihr Gewicht betrug 212 Pfund. Im September des Jahres war es dann soweit. Der Hochwürdige Herr Reichsprälat zu Salem weiht das neue „Jeckhofische Glöggl" zu Ehren des Heiligen Kreuzes und der Jungfrau Maria.
Eine gründliche Kapellenrenovation erfolgte 1895, zu der Zeit, da Dekan Bumiller Pfarrer in Ostrach war. Er segnete auch den Heiligen Kreuzweg ein, den man 1907 errichtete.
1934 wurde das Allerheiligste nach Jettkofen überführt
Weitere Renovierungen des Gebäudes wurden 1934, 1951, 1974, 1985 und 2001 notwendig.


Kapelle St. Wolfgang