Pilgerfahrt ins Heilige Land vom 29. Sept. bis 6. Okt. 2022
2.Tag: Freitag, 30.09.2022 – Orte Jesu am See Genezareth
Wir beginnen den Tag in Tabgha in der Brotvermehrungskirche, danach geht es zum Berg der Seligpreisungen und weiter nach Kafarnaum („Stadt Jesu“) wo die Synagoge des 4. Jhds., Häuser aus römischer Zeit und die Kirche des Petrushauses teilweise erhalten sind. Bootsfahrt auf dem See Genezareth. Nachmittags geht es zur Patronatskirche St. Peter mit Gottesdienst direkt am See.
Tabgha war der einsame Ort (Eremos) am See (Mt 15,39), an dem sich Jesus oft zurückzog. In den ersten vier Jahrhunderten lebten in Kafarnaum ausschließlich Judenchristen, die ihre Erinnerungen an den Aufenthalt Jesu in Tabgha von Vater zu Sohn weitertrugen und sie an drei Felsformationen festhielten.
Der Felsblock, der nahe bei Hauptstraße (Via Maris) lag, erinnerte man sich an die erste Brotvermehrung (Mt 14,13-21) bzw. die Speisung der Fünftausend (Mk 6,31-44)
Einer Felsenhöhle nahe einem Bergabhang an die Bergpredigt (Mt 5,1 ff).
Nahe der Brotvermehrungskirche liegt eine Anhöhe, genannt der Berg der Seligpreisungen. Hier hielt Jesus, die bei Mt 5 und Lk 6 beschriebene Bergpredigt. Die hier gebaute Kirche ist ein Achteckbau aus lokalem Basalt mit Bögen aus weißem Nazaretzstein und Säulen aus römischem Travertin.
Die Kirche auch Primatenkapelle genannt, erinnert an eine Erscheinung des Auferstandenen vor den Aposteln und der Übertragung des Primats an Petrus über die Kirche (Joh 21, 15-16).
Kafarnaum – Kfar Nahum – Dorf des Nahum
Die Ausgrabungen südlich der alten Synagoge und daneben eine Apsis mit einem Taufbecken und einem Bodenmosaik.
Das erste Auftreten als Wanderprediger in Galiläa begann Jesus in Kafarnaum (Mt 4,12-17I, von wo auch fünf seiner Jünger stammten. Es waren zuerst die Brüder Simon und Andreas und ebenfalls die Brüder Jakobus und Johannes, die allesamt Fischer waren (Mt 4,18-22). Außerdem stammt auch der Zöllner Matthäus (Mt 9,9-13) aus diesem Ort.
3. Tag: Samstag 01.10.22 – Fahrt nach Nazareth und zum Tabor
Fahrt zum Berg Tabor, dem Berg der Verklärung. Besuch der Kirche und Blick von der Terrasse auf die Jesreel Ebene. Anschließend Fahrt nach Nazareth zur Verkündigungskirche. Gang durch den Bazar zur griechisch-orthodoxen Marienkirche mit dem Marienbrunnen.
Berg Tabor
Der Berg Tabor (Dschebel et-Tor) erhebt sich auf 588 m in Obergaliläa. Auf ihm steht die die Basilika der Verklärung Christi oben. Die Basilika umfasst drei Grotten, die nach der Überlieferung die drei Hütten darstellen, die Petrus begehrte zu bauen. Sie wurde 1924 im syrischen Stil des 4. – 6. Jahrhunderts errichtet.
In einer neu errichteten Kirche feierte die Gruppe eine Heilige Messe.
Nazareth - Wie eine Festung erhebt sich die Stadt oberhalb des Jezreel-Tales. Das Leben im Orient ist hier besonders eindrucksvoll durch die vielen Wallfahrer und Touristen. Die Straßen sind dadurch häufig überlastet.
Gabrielskapelle
Marienbrunnen - unter dem Altar. Nach der Überlieferung eines apokryphen Evangeliums erschien der Erzengel Maria zuerst am
Dorfbrunnen.
Verkündungskirche
Die Verkündigungskirche wurde am 23. März 1969 eingeweiht. Künstler aus der ganzen Welt haben an der Ausschmückung mitgewirkt.Verkündigungsgrotte
Die Verkündigungskirche ist über der Kreuzfahrerkirche erbaut worden. Der Altar mit der Inschrift „Hic verbum caro factum est“ – „Hier ist das Wort Fleisch geworden“ in der Grotte ist auf dem Niveau der Kreuzfahrerkirche.4. Tag: Sonntag, 02.10.2022 Auf dem Weg nach Jerusalem
Fahrt durch das Jordantal: Besuch der traditionellen Taufstelle Jesu El Maqtas am Jordan bei Jericho. Kleine Stadtrundfahrt durch Jericho zum Aussichtspunkt auf den Berg der Versuchung. Mittagspause am Toten Meer mit Gelegenheit zum Baden. Auf dem Weg nach Jerusalem feiern wir einen Gottesdienst in der Wüste mit Blick auf das Wadi Qelt und das judäische Bergland. Blick auf das orthodoxe St. Georgskloster. Fahrt nach Bethlehem und Hotelbezug im Ambassador City Hotel in Bethlehem.
Taufstätte am Jordan
Al-Maghtas (die Taufstätte‘) ist eine archäologische Fundstätte in Jordanien. Der Ort wird offiziell als Taufstätte „Bethanien jenseits des Jordans“ (al-Maghtas) bezeichnet.
In dem Bereich soll die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer stattgefunden haben. Spuren von entsprechender Verehrung finden sich seit der byzantinischen Zeit. Das Areal wird ebenso mit weiteren biblischen Überlieferungen verbunden, etwa der Jordanüberquerung der Israeliten im Vorfeld der Landnahme wie der Himmelfahrt des Propheten Elija.
Totes Meer
Das Tote Meer ist im nördlichen Teil 100 Millionen Jahre alt. Es gehört geologisch zum Rift Valley, das sich von der Türkei bis nach Ostafrika erstreckt. Der Südteil entstand ca. 1900 v. Chr. als Folge eines Erdbebens, von dem die Bibel über den Untergang des Siddimstals berichtet (1. Mos. 13,3), wo Sodom und Gomorrha gestanden haben.
Jericho
Westlich der Stadt befindet sich der Berg der Versuchung mit dem griechisch-orthodoxen Kloster Qarantal. Die Seilbahn zum Kloster sollte anlässlich des Jahres 2000 ein touristischer Gegenpol zu Massada werden, wird jedoch eher von palästinensischen Besuchern benutzt.
Wadi Qelt
Ebenfalls westlich der Stadt befindet sich das Wadi Qelt, eine Schlucht die Richtung Jerusalem führt und mit einer engen Straße erschlossen ist. In den Felsen dort befindet sich das malerische griechisch-orthodoxe Kloster St. Georg.
Fahrt über Jerusalem nach Bethlehem
5.Tag: Montag, 03.10.2022 – Tempelberg und jüdisches Jerusalem
Wir beginnen den Tag heute ganz früh mit einem Besuch auf dem Tempelberg. Danach Gang zur Klagemauer. Fahrt zur Neustadt von Jerusalem, vorbei an der Knesset geht es nach weiter zur Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Danach Besuch des Caritas Baby Hospitals mit einer Eucharistiefeier.
Tempelberg
Der Tempelberg beherbigt heute den Felsendom und Al Aqsa-Moschee. Viele Muslime pilgern an den geheiligten Ort, zu dem Mohammed in der Nachtreise visinär gebracht wurde und zu seinem Herrn in den Himmel aufstieg. Im wesentlichen über 13 Jahrhunderte unverändert stellt der Felsendom einen der größten und schönsten Schätzen der Menschheit dar. Die goldene Kuppel überspannt den Fels über zwanzig Meter und erreicht eine Höhe von fünfungdreißig Meter über dem Fels.
Nach Fertigstellung des Felsendoms begann der Bau der Al Aqsa Moschee. Während der Felsendom zur Erinnerung an Mohammeds Nachtreise gebaut wurde, ist die Moschee als Gotteshaus ein Zentrum des Glaubens und der Lehre mit großen Lehrern aus der ganzen Welt.
Klage- oder Westmauer
Der erste Tempel wurde nach Einnahme der Stadt durch den neubabylonischen Herrscher Nebukadeznar zerstört und ein Grossteil der Bevölkerung umgesiedelt. Nach Ende der babylonischen Gefangenschaft wurde um 520 v. Chr. der 2. Tempel erbaut. Dieser wird im jüdischen Krieg 67-70 n. Chr. zerstört. Von diesem Tempel ist heute noch die Klagemauer übrig, das größte Heiligtum der Juden. Sie ist 48 m lang und 18 m hoch und wird auch Westmauer genannt. Ihren Namen hat sie von den Klagen der Juden um den Untergang des Tempels.
Yad Vashem
Das „Museum zur Geschichte des Holocaust“ dokumentiert in neun unterirdisch angelegten Galerien die Geschichte der Judenverfolgung. Anhand von Videoinstallationen, Fotografien, Exponaten, Dokumenten und Kunstwerken wird der Völkermord an den europäischen Juden dargestellt. Die Ausstellung ist chronologisch geordnet und beginnt beim jüdischen Leben in Europa vor dem Holocaust. Sie leitet dann über zu dem aufkommenden Nationalsozialismus in Deutschland, dem Zweiten Weltkrieg und die Zerstörung jüdischen Lebens in Polen, die Ghettos (mit dem Nachbau der „Ulica Leszno“, der Hauptstraße des Warschauer Ghettos) bis zur Internierung in Konzentrationslager und Vernichtungslagern wie Auschwitz. Hieran schließen sich der Widerstand und die Todesmärsche an. Die Ausstellung endet mit der Situation der Überlebenden, ihrer Suche nach Angehörigen, dem Leben in DP-Lagern und der Auswanderung nach Israel oder in andere Länder. Hierbei werden auf mehr als 100 Bildschirmen Videos mit Aussagen Überlebender des Holocaust vorgestellt.
Bethlehem
Anschließend machen wir auf dem Weg zurück zum Hotel in Bethlehem noch einen kurzen Kaffeestopp im Walled off Hotel, direkt an der Mauer, an der sich der berühmte Streetart-Künstler Banksy mit einem Kunstwerk verewigt hat.
Nach dem Kaffeestopp besuchen wir das in der Nähe gelegene Caritas Baby Hospital. Hier können wir in der Kapelle des Hospitals die Heilige Messe feiern. Die Gründung des Caritas Baby Hospital 1952 geht zurück auf die beiden Schweizer Hedwig Vetter und Pater Ernst Schnydrig sowie den palästinensischen Arzt Dr. Antoine Dabdoub. Behandelt werden Kinder bis ins Alter von 18 Jahren, unabhängig ihrer Religion und sozialen Herkunft.
6. Tag: Dienstag, 04.10.2022 – das Christliche Jerusalem
Fahrt auf den Ölberg, Blick auf Jerusalem im Morgenlicht. Gang zum Fuß des Ölberges: Kirche Dominus Flevit mit Eucharistiefeier,
Garten Gethsemane, Kirche der Nationen, Mariengrab.
Im Garten Gethsemane erbaute bereits Kaiser Theodosius I. im 4. Jahrhundert eine Basilika. 1924 wurde an der selben Stelle eine moderne Kirche errichtet. An der Stelle soll Jesus gebetet haben. Die bildlichen Darstellungen sind Geschenke mehrerer Länder und sie heißt deshalb Kirche der Nationen. Der Grundriß der alten Kirche ist in ihr noch im Fußboden sichtbar. Der Garten ist mit uralten Olivenbäumen bepflanzt, die schon zur Zeit Jesu hier standen. Gethsemane entstand aus dem hebräischen Gath Shamma, was Ölpresse bedeutet.
Das Mariengrab im Kidrontal bei wird nach altkirchlicher Tradition als die Grabstätte von Maria, der Mutter Jesu, angesehen. Das Grab liegt am Fuße des Ölberges, nahe bei der Kirche aller Nationen.
Eine kleine Kirche wurde dort im 4. Jahrhundert errichtet. Kreuzfahrer restaurierten und erweiterten sie im 12. Jahrhundert, bevor sie von Saladin nach der Eroberung Jerusalems zerstört wurde. Die Krypta wurde dabei verschont und ist bis heute erhalten geblieben, da Maria auch im Islam verehrt wird.
Die heutige Kirche gehört der griechisch-orthodoxen und der armenisch-apostolischen Kirche; die syrisch-orthodoxe, die koptisch-orthodoxe und die äthiopisch-orthodoxe Kirche dürfen sie mitbenutzen. Über eine steile Treppe hinter der Fassade steigt man zum Grab hinunter, in dem Maria einige Tage bis zu ihrer Himmelfahrt gelegen haben soll. Zudem werden dort die Gräber ihrer Eltern Joachim und Anna und ihres Mannes Josef gezeigt
Durch das Löwenstor in die Altstadt nach St. Anna, einer der schönsten Kreuzfahrerkirchen
Die St.-Anna-Kirche (auch: St.-Annen-Kirche) ist ein Kirchengebäude in der Altstadt von Jerusalem, die sich in der Nähe des Löwentores und neben dem Bethesda-Teich befindet. Sie trägt den Titel einer Basilica minor und wird von Frankreich verwaltet.
Das Kircheninnere ist bekannt für den lang anhaltenden Nachhall. Im rechten Seitenschiff führt ein Abgang zu einer unterirdischen Grotte, wo die Geburtsstätte Marias, der Mutter Jesu von Nazaret, verehrt wird.
Besichtigungen im Bereich der Burg Antonia. Wir gehen den Kreuzweg auf der Via Dolorosa zur Grabeskirche.
Die Via Dolorosa führt heute über mehrere Straßen an 14 Stationen entlang, von einem der zwei denkbaren Amtssitze des Pilatus, der Antoniafestung, beziehungsweise deren spärlichen Überresten, westlich vom Löwen- oder Stephanstor durch die Altstadt bis hin zur Grabeskirche, die an jenem Ort steht, wo Jesus ins Grab gelegt worden sein soll. Sie bezieht dabei mehrere Altstadtstraßen ein: im östlichen Teil entlang der Löwentorstraße; anschließend über die Ṭariq al-Wad („Talstraße“), die vom Damaskustor zur Klagemauer und zum Dungtor führt; schließlich führt sie in ihrem westlichen Teil durch verwinkelte Gässchen, teilweise in Form einer Treppengasse, teilweise mit Bogengängen überdeckt. Sämtliche Kirchen und Kapellen, die die Stationen außerhalb der Grabeskirche markieren, sind katholisch und gehören entweder der römisch-katholischen oder einer der mit Rom unierten Kirchen an.
Grabeskirche
Als Grabeskirche oder Kirche vom Heiligen Grab wird die Kirche in der Altstadt Jerusalems bezeichnet, die an der überlieferten Stelle der Kreuzigung und des Grabes Jesu steht. Die Kirche zählt zu den größten Heiligtümern des Christentums und ist heute eine Simultankirche verschiedener Konfessionen.
Der unübersichtliche Gebäudekomplex umschließt den Felsen Golgotha ebenso wie das Gartengrab Jesu. Das Grab ist in einer eigenen Kapelle und bildet das Zentrum der ganzen Grabeskirche. Die heutige Grabeskapelle ist weitgehend ein Neubau von 1809 (nach Brandschaden) im Stile des osmanischen Barock. Sie steht im Zentrum der Rotunde, welche von der großen Kuppel der Kirche überwölbt ist
7. Tag: Mittwoch, 05.10.2022 – Bethlehem
Besuch der Geburtskirche und der Katharinenkirche. Danach geht es zu den Hirtenfeldern, wo wir eine Heilige Messe feiern.
Geburtskirche
Aus christlicher Sicht ist Bethlehem vor allem der Geburtsort von Jesus. Aber schon die Patriarchen wanderten in diese Gegend. Auch David, der später König von Judäa von den Stämmen Israels zum König gesalbt wurde.
Bethlehem liegt etwa acht Kilometer südlich von Jerusalem in Palästina in einer fruchtbaren hügeligen Gegend. Schon der Name bedeutet "Haus des Brotes". Wir gehen am Morgen zu Fuß durch die Sternstraße zur Geburtskirche.
Die Geburtskirche stellt sich als festungsartiges Gebäude dar. Von den ursprünglich drei Eingängen sind die seitlichen zugemauert. Der Durchlass im Mittelportal ist lediglich 1,20 Meter hoch, so dass sich der Besucher beim Betreten bücken muss. Die jetzige Geburtskirche ist eine fünfschiffige Kirche mit einer schmalen, eingeschossigen Vorhalle am Haupteingang altchristlicher und byzantinischer Kirchen, insbesondere Basiliken. Die Basilika hat einen offenen Dachstuhl.
Über zwei schmale Treppen gelangt man in die Geburtsgrotte, in der die Geburtsstelle unter dem Geburtsaltar gezeigt wird, bezeichnet mit einem Silberstern, auf dem die lateinische Inschrift steht „Hic de Virgine Maria Jesus Christus Natus Est“ ‚Hier wurde Jesus Christus von der Jungfrau Maria geboren‘. Rechts davon befindet sich jener Platz, an dem die Krippe gestanden haben soll.
Daneben stimmt unsere Gruppe als besonderen Höhepunkt das Weihnachtslied "Stille Nacht" an.
Römisch-katholische Katharinenkirche
Hirtenfelder
Die biblische Passage in Lukasevangelium 2,8-14 beschreibt, wie die Hirten nachts auf dem Feld ihre Tiere bewachten. Ein Engel erschien ihnen und teilte ihnen mit, dass Christus der Retter im nahen Bethlehem in einer Scheune geboren wurde. Die Hirten machten sich auf den Weg nach Bethlehem, um das Neugeborene in der Krippe zu sehen.
Nach der Bibel sind drei verschiedene Orte für die tatsächliche Lage der Hirtenfelder möglich, alle befinden sich in der Nähe des christlichen Bethlehemer Stadtteils Bei Sahur. Ein Ort im Osten Beit Sahurs ist durch eine griechisch-orthodoxe Kirche mit einer roten Kuppel markiert, ein zweiter Ort weiter im Osten wird durch eine protestantische Kirche markiert und der dritte Ort im Norden von Beit Sahur befindet sich in Siyar el-Ghanam, er ist der am meisten akzeptierte Ort für die Hirtenfelder.
Kapelle der Engel
An diesem Ort befindet sich die wunderschöne Kapelle der Engel (Kapelle der Hirtenfelder), die 1954 von Antonio Barluzzi entworfen wurde. Sie ist wie ein Zelt geformt, welches die Hirten auf dem Feld benutzten. Über dem Eingang der Kapelle ist eine bronzene Engelsfigur. Die Kuppel ist aus Zement und Glas, sodass viel Licht hereinfällt, welches das Licht symbolisiert, welches die Engel brachten. In der Kirche können außerdem atemberaubende Wandmalereien der Engel und der Hirten, sowie der Hirten und dem Jesuskind besichtigt werden. In der franziskanischen Kirche befindet sich auch eine antike Höhle, die möglicherweise von den Hirten genutzt wurde. Neben der Kapelle der Engel sind die Überreste einer Kirche und eines Klosters aus dem 4. Jahrhundert. Dies zeigt, dass der Ort auch schon im 4. Jahrhundert als Ort der Hirtenfelder identifiziert wurde.
8. Tag: Donnerstag 06.10.2022 – Rückreise
Auf dem Weg zum Flughafen feiern wir bei der alten Kreuzfahrerkirche Abu Gosh eine Heilige Messe. Das ist einer der Orte an dem Emmaus vermutet wird. Von da aus geht es weiter zum Flughafen nach Tel Aviv und Rückflug nach München.
Da verabschieden wir uns von unserer immer gut aufgelegten und erfahrenen Reiseleiterin Gaby und von unserem immer sicher fahrenden und hilfsbereiten Busfahrer Adel. Beiden sind wir zu besonderem Dank verpflichtet.
Da verabschieden wir uns von unserer immer gut aufgelegten und erfahrenen Reiseleiterin Gaby und von unserem immer sicher fahrenden und hilfsbereiten Busfahrer Adel. Beiden sind wir zu besonderem Dank verpflichtet.
Kreuzfahrerkirche in Abu Gosh
Die Kirche stammt aus der Zeit der Kreuzfahrer in Abu Gosch, einem großteils arabisch besiedelten Dorf in Israel. Sie ist heute römisch-katholische Klosterkirche. Die Kirche befindet sich an einem Ort, der als das im Lukasevangelium beschriebene Emmaus gedeutet wurde. Dieses Dorf wird jedoch auch nach dem Markusevangelium in Amwas, dem Emmaus des Makkabäeraufstandes, lokalisiert.
Im Jahre 1143 haben die Kreuzfahrer die Stätte mit dem Dorf Emmaus identifiziert und die Krypta und Kirche erbaut. Sie verwendeten dabei das römische Wasserreservoir für die Grundmauern. 1187 verließen die Kreuzritter den Ort,aber die Kirche blieb und wurde vermutlich von den Bewohnern der Gegend als Scheune benutzt.
1899 wurde das Gotteshaus durch den französischen Staat aufgekauft und 1901 durch französische Benediktiner übernommen, die Neuweihe fand 1907 statt. Die Benediktiner waren bis 1953 hier und übergaben den Platz den Lazaristen. Ab 1976 kam eine Gruppe von benediktinschen Mönchen aus einer Abtei in der Normandie und übernahm wieder die Stätte. Ein Jahr später schloß sich ihnen eine Gruppe von Oblatinnen-Nonnen an, ebenfalls aus der Normandie. Heute ist die Abtei Heilige Maria von der Auferstehung ein Doppelkloster von Frauen und Männern. Jedes Kloster ist in seinem täglichen Leben unabhängig, aber die Brüder und Schwestern kommen in der Kirche zusammen um die Tagesoffizien zu singen, außerdem arbeitet die Gemeinschaft für die Einheit der Kirche als ihre besondere Berufung.












































































